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Testamentsvollstreckung am einzelkaufmännischen Unternehmen - zwischen unternehmensrechtlichem Paradigmenwechsel und Erbrechtswidrigkeit

Testamentsvollstreckung am einzelkaufmännischen Unternehmen - zwischen unternehmensrechtlichem Paradigmenwechsel und Erbrechtswidrigkeit

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Eine wachsende Anzahl an Literaturstimmen geht davon aus, dass die Einführung der UG (haftungsbeschränkt) einen unternehmensrechtlichen Paradigmenwechsel bewirkt habe, welcher das seit jeher herrschende Dogma von der Unzulässigkeit der Testamentsvollstreckung am einzelkaufmännischen Unternehmen zu Fall bringe. Unternehmensrechtlich im Vordringen schwebt über der Testamentsvollstreckung am einzelkaufmännischen Unternehmen jedoch weiterhin das Verdikt der Erbrechtswidrigkeit, welches von Dauner-Lieb zwar schon 1998 formuliert, aber bis heute nur unzureichend gewürdigt wurde. In diesem Spannungsverhältnis unterzieht die Arbeit die erb-, handels- und gesellschaftsrechtlichen Bedenken gegen die sog. »echte Testamentsvollstreckerlösung« einer kritischen Würdigung. Nur in dieser Gesamtschau ihrer Problemstellen lässt sich schließlich die Frage beantworten, ob mit dem postulierten Paradigmenwechsel wirklich die letzte Hürde auf dem Weg zur Zulässigkeit gefallen ist. Sie ist zu bejahen.

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